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Das schauspielerische Element setzt viel bei den Kindern frei, was ihr wunderbar genutzt und in die abschließende Vorführung eingebracht habt. Ihr habt euch m.E. perfekt und professionell auf das Können und die Dynamik in den Gruppen einstellen können.
Die Präsentation der Ergebnisse ist immer noch im OGS-Bereich der Schule zu bewundern – die Kinder erfahren Wertschätzung und Anerkennung.
Ihr seid dicht an den Kindern dran gewesen, habt sie mit ihren Stärken gesehen – das hat zu dem guten Ergebnis geführt. Noch einmal: Vielen Dank dafür!
Mir hat die Arbeit mit Euch zusammen Spaß gemacht und melde mich wieder, wenn ich noch einmal eine Chance sehe, euch nach Reinbek zu holen.“
Antje Hundertmark
Dieser Workshop war eine spannende Herausforderung, aufgrund der großen Altersunterschiede der Kinder.
Es ist uns gelungen die verschiedenen Altersstufen zusammen zu bringen. Die Kinder haben am wissenschaftlichen Teil, dem basteln, malen und Theater spielen gleichermaßen viel Freude und Engagement gezeigt.

Während unseres Workshops, entdeckten die Kinder neue Interessen. Zum Beispiel äußerte ein Junge, nach dem mikroskopieren, dass er gerne Wissenschaftler werden möchte. Mehrere waren fasziniert vom Theater.
Auch der Tierschutz wurde durch ein Mädchen thematisiert. Nach dem fangen der Wasserflöhe und dem mikroskopieren, machte sie sich darüber Gedanken, ob diese Tierchen nicht nur Plastik, sondern auch Fischfutter fressen würden?

Zitat aus der Präsentation: „Ich hatte hier im Glas Wasserflöhe und habe sie am zweiten Tag rausgelassen in den See. Aber davor habe ich ausprobiert, ob sie Fischfutter fressen, weil als wir sie gefangen haben, hatten sie nur Plastikteile im Magen.“
Vielen der Kinder war es sehr wichtig die Wassertierchen, nach dem mikroskopieren, wieder in die Freiheit zu entlassen.
Ihre unterschiedliche Herkunft und Nationalität untereinander war unproblematisch.
Zwei Mädchen aus der Ukraine wurden von Tag zu Tag mutiger im Spiel.

Für einen Jungen (arabischer Herkunft und einer körperlichen Beeinträchtigung) haben wir eine besondere Rolle für die Theaterperformance entwickelt. Er spielte mit viel Freude einen Schiffsingineure und blühte in dieser Rolle richtig auf. Sein Boot hatte er, gemeinsam mit den anderen aus einem recycelten Karton gebaut.
Zwei irakische Brüder, die anfangs etwas dominant auftraten, haben sich im Laufe des Workshops sehr gut integriert und kreative Vorschläge gemacht.
Die Kinder haben alle mit großem Engagement und viel Kreativität, unter Verwendung von recycelten Materialien, gemalt und gebastelt. Ihre Kunstwerke konnten zur Präsentation bestaunt werden.

Ganz große Bedeutung maßen sie einem Text zu, den sie unbedingt zur Präsentation in einem Chor sprechen wollten:
„In einem Teich leben zahlreiche Mikroorganismen die wichtig für das Gleichgewicht des Ökosystems sind.“
Workshopleitung:
Prof. Dr. Hendrik Freitag, Biologe
Monika Goettel, Pädagogin
Dennis Schulz, Schauspieler und Synchronsprecher
Regula Steiner-Tomic‘, Schauspielerin und Regisseurin

Vom 01. bis 05. September 2025 gastiert das kurtheater bitterfeld e.V. mit einem besonderen Ferienprogramm in der OGS Mühlenredder in Reinbek.
Im Mittelpunkt steht ein Thema, das uns alle betrifft: der Umgang mit Plastikmüll. Unter der Leitung von Prof. Dr. Hendrik Freitag, Regula Steiner Tomic, Monika Goettl und Dennis Schulz erforschen die Schülerinnen und Schüler – viele von ihnen mit internationalem Hintergrund – die Problematik von Plastikabfällen aus unterschiedlichen Perspektiven.
Dabei verbindet sich wissenschaftliches Wissen mit den Ausdrucksformen der Theaterkunst: Beobachten, Forschen, Spielen, Improvisieren. Das gemeinsame Arbeiten fördert nicht nur das Bewusstsein für Umweltfragen, sondern auch die Kreativität, die Sprache und das Miteinander in der Gruppe. So entstehen lebendige Szenen, die die Erkenntnisse der Kinder in künstlerischer Form sichtbar machen.
Ermöglicht wird dieses Projekt durch die AWO, die mit ihrer Unterstützung sowohl die Organisation als auch die Finanzierung des Workshops gewährleistet. Ein Beispiel dafür, wie Theater, Wissenschaft und gesellschaftliches Engagement Hand in Hand gehen können – und wie Kinder und Jugendliche dabei zu Gestaltern einer nachhaltigeren Zukunft werden.



